Ausblick zum Expertenstandard „Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz“

Verfasst von am 2017-10-23

„Welche Erkenntnisse und Handlungsrichtlinien aus der Versorgungsforschung [können] abgeleitet werden […], wenn es um die Qualität der Pflege von Menschen mit Demenz geht?“

Dieser zentralen Frage geht bereits seit 2015 das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) der Hochschule Osnabrück nach. Die wissenschaftliche Leitung obliegt Frau Prof. Dr. Martina Roes (Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, Standort Witten).

Nun hat das 15-köpfige Expertenteam den ersten Entwurf am 6. Oktober 2017 bei der 9. Konsensus-Konferenz in Osnabrück der Fachöffentlichkeit vorgestellt. Die Ergebnisse der Konferenz sollen in die abschließende Version einfließen.

Wie geht es weiter?

Von Januar bis Juni 2018 erfolgt die Implementierung in 25 Einrichtungen der stationären Altenhilfe, in ambulanten Pflegediensten und in Krankenhäusern unter Begleitung des DNQP. So wird der Expertenstandard hinsichtlich seiner Praxistauglichkeit überprüft und erneut redigiert. Detaillierte Hinweise zur Entwicklung, Einführung und Aktualisierung von Expertenstandards in der Pflege finden sich im Methodenpapier des DNQP.

Bis zum 10. November 2017 können sich alle interessierten Einrichtungen beim DNQP für eine Teilnahme am Implementierungsprojekt schriftlich bewerben.
Nähere Informationen sind hier verfügbar.

Im März 2018 ist es endlich so weit: der Expertenstandard „Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz“ soll mit Kommentierung und umfassender Literaturstudie als Sonderdruck beim DNQP erhältlich sein.

Ende des nächsten Jahres soll der Expertenstandard endgültig veröffentlicht werden. Damit wird dieser verbindlich für alle Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser.


Inhaltlicher Ausblick zum Expertenstandard „Demenz“

Wie der Arbeitstitel „Erhalt und Förderung der Beziehungen in der Pflege von Menschen mit Anzeichen einer Demenz“ vermuten lässt, steht die Lebensqualität von Menschen mit Demenz im Vordergrund. Beziehungsgestaltung als das A und O soll mit individuellen Interaktions- und Kommunikationsangeboten dem Erhalt und der Förderung der sozialen und personalen Identität von Menschen mit Demenz dienen.

Wie bei jedem theoretischen Papier wird es auch hier letztendlich darauf ankommen, wie dieses in der Praxis mit Leben erfüllt wird.


 

Verfasst in: Menschen mit Demenz

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